Queer

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Was ist das Queer*-Referat, was ist eigentlich Queer* und wann und mit was kann ich zum Queer*-Referat gehen? Wenn ihr diese Fragen habt, seid ihr hier genau richtig!

Zuerst wollen wir versuchen zu sagen, was Queer* überhaupt ist. Dabei beharren wir nicht auf Vollständigkeit sondern versuchen euch einen Abriss zu geben, was Queer* für uns ist.

Die Bezeichnung Queer* kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt “pervers”. Bis in die 80er Jahre hinein wurde der Begriff im englischsprachigen Raum als Schimpfwort für homosexuelle Menschen verwendet. Im Laufe der 80er Jahre haben sich politische Aktivist_innen den Begriff Queer* angeeignet und als Selbstbezeichnung gewählt. Queer* steht heute sowohl für die gesamte Bewegung als auch für die einzelnen, ihr angehörenden Personen.

Wir möchten für euch Ansprechpartner*innen sein, wenn ihr euch in Seminaren und anderen Hochschulzusammenhängen sexistisch_homophob_transphob_durch heteronormative Grundannahmen_o. ä. angegriffen_diskriminiert fühlt oder eine solche Diskriminierung beobachtet habt und dagegen vorgehen möchtet. Falls ihr jemensch sucht die*der euch dabei begleitet, möchten wir genauso da sein wie für den Fall, dass ihr ein*e Vermittler*in/Vertreter*in sucht.

Lasst uns gemeinsam gegen Homophobie, Sexismus, Transphobie und andere Unterdrückungsformen auch an dieser Hochschule vorgehen!

Wenn ihr Diskriminierung(en) melden, euch für das Queer*-Referat engagieren wollt, Fragen oder Vorschläge habt - schreibt uns gerne eine Mail und/oder vereinbart einen Sprechstunden Termin mit uns. 

Sprechzeit

Weiblich, männlich, unbestimmt...Studieren an der ASH mit dritter Geschlechtsoption.

Am 10.10. 2017 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die momentane Regelung im Personenstandsrecht zum Geschlechtseintrag verfassungswidrig ist. Das Bundesverfassungsgericht fordert die Regierung auf, einen weiteren positiven Geschlechtseintrag neben „männlich“ und “weiblich“ ins Personenstandsrecht aufzunehmen oder die Registrierung ganz zu streichen.

Mit diesem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein historischer Meilenstein erreicht, der die Arbeit von Selbstvertretungsorganisationen inter*geschlechtlicher Menschen1 endlich würdigt. Das Urteil des Bundesverfassungsgericht trägt der Lebensrealität von inter*geschlechtlichen Menschen Rechnung, holt sie aus der Unsichtbarkeit und ermöglicht die lang ersehnte Anerkennung ihrer Existenz. Zusätzlich bietet das Urteil Möglichkeiten der Anerkennung nichtbinärer Geschlechtsidentitäten2.

An der ASH ist es möglich, Namens- und Personenstandsänderung durchzuführen, auch bevor eine amtliche Änderung ergangen ist. Dazu müsst ihr bei der dgti (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e. V.) einen Ergänzungsausweis zum Personalausweis beantragen, auf dem euer selbst gewählter Vorname, das Geschlecht dem ihr euch zugehörig fühlt (z.B., nicht-binär, genderqueer, /, genderfluid, nutrois, a-gender , sowie euer bevorzugtes Pronomen (z. B. sie, er, sier, per, x, er_sie, /, es, they) vermerkt wird. Für den Ergänzungsausweis braucht ihr keinerlei ärztliche Nachweise. Das Immatrikulationsamt erkennt diesen Ergänzungsausweis an und ändert dann auf euren Wunsch, euren Namen und/oder Personenstand im System der ASH.Alle Infos und Anträge den Ergänzungsausweis betreffend findet ihr hier: http://www.dgti.org

Bei Fragen, oder wenn ihr euch Unterstützung wünscht, könnt ihr euch auch gerne an das Queer Referat wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" target="_blank" rel="nofollow">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Dort gibt es auch die Möglichkeit der Peer-Beratung, die von Personen angeboten wird, die bereits ihren Namen sowie Personenstand an der ASH geändert haben.

1)Inter*geschlechtliche Menschen haben von Geburt an körperliche und/oder genetische Merkmale, die von der Medizin als geschlechtlich uneindeutig bezeichnet werden. Deswegen sind sie starker, medizinischer Normierung ausgesetzt, wie etwa Zwangsoperationen und Zwangshormongabe. Viele inter*geschlechtliche Menschen verorten sich binär, manche aber nicht

2)Nichtbinäre Menschen sind Menschen, die sich keinem der beiden binären Geschlechter Mann und Frau ausschließlich zugehörig fühlen. Es gibt auch Menschen, die sowohl inter*geschlechtlich, als auch trans*geschlechtlich und/oder nichtbinär sind.