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Schau hinter die Fassade Teil II - Vergewaltigungsvorwurf

Kategorie: News
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. November 2018 17:51
Geschrieben von astadmin

Schau hinter die Fassade - Teil II

Vergewaltigungsvorwurf

Studentin klagt im Februar 2017 öffentlich Koordinator eines Projekts der ASH an!1

Eine mexikanische Studentin begleitete als studentische Mitarbeiterin ihren Vorgesetzten auf eine Forschungsreise in Oaxaca. Dieser hat an der ASH2 als Dozent des Projektmoduls „Forschen und Handeln im transnationalen Kontext“ gelehrt und er ist in Mexiko Dozent an der UABJO3. Nach dem Feldforschungsaufenthalt klagte die Studentin ihn mit Unterstützung der mexikanischen Gruppe M.U.O.V.A.S. öffentlich wegen Vergewaltigung an.

Die feministische Gruppe M.U.O.V.A.S. führte im Mai 2017 eine der in Mexiko typischen öffentlichen Gerichtsver-handlungen (Escrache) durch, stellte in offenen Briefen Forderungen an die UABJO und an die ASH und organisierte Proteste in Oaxaca. Etwa zeitgleich kamen an der ASH Aktivist*innen zusammen, die Öffentlichkeitsarbeit zum Fall u. a. in Form einer Veranstaltung organisierten und sich an Diskussionen des Akademischen Senats (AS) beteiligten sowie offene Briefe mit Infos u. Forderungen verteilten. Der Erfolg war mäßig: die ASH-Leitung vertagte das Anliegen regelmäßig aus formalen Gründen. Die angemessene Aufarbeitung, Anerkennung des Leids und die Unterstützung der Betroffenen blieben bisher aus.

Ein Problem, warum die Tabuisierung sexualisierter Gewalt an der ASH weiter bestehen kann, sind fehlende Leitlinien zum Umgang mit Beschwerden.
Diese Leitlinien sind seit 2014 in Arbeit.

Die erste Flyeraktion zur Bekanntmachung des Vergewaltigungsvorwurfs fand im Oktober 2018 statt (s. AStA http://www.asta.asfh-berlin.de/de/News/schau-hinter-die-fassade-vergewaltigungsvorwurf-gegen-einen-dozenten.html). Die Aktion wurde teilweise boykottiert. Teil II ist die Überarbeitung des o. g. Flyers. Denn seit dem WiSe diesen Jahres gibt es an der ASH eine neue Hochschulleitung und eine neue Frauen*beauftragte. Sie ist Ansprechpartner*in für Betroffene sexualisierter Gewalt im Hochschulkontext sowie für deren Unterstützer*innen. Es zeigt sich, dass die Amtswechsel weitere zeitliche Verzögerungen im Umgang mit dem Fall durch die nötige Einarbeitungszeit hervorrufen. Auf menschlicher Ebene ist das sicher verständlich. Eine Verteilung auf mehrere Schultern, bspw. durch eine Unterstützung der Frauen*beauftragten, könnte jedoch dieser Problematik entgegenwirken. Bisher läuft stattdessen alles in gewohnten, tabuisierenden Bahnen.

FORDERUNGEN AN DAS ASH-REKTORAT UND DIE PROJEKTLEITUNG4

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Hintergrundinformationen (es): Oaxaqueñas Organizadas
• Presentación de Pruebas contra ARL https://www.youtube.com/channel/UCJZs2h-_VH3KRn3OL3rHAEw (UT en)
• Comunicado del M.U.O.V.A.S. sobre denuncia contra ARL
https://feminismosendebate.tumblr.com/post/165228834516/carta-abierta-a-virginia-reyes-de-la-cruz
Hintergrundinformationen (de) & Kontakt: Tanja Bullert - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Berlin im November 2018

1 ARL: Projektseminar „Forschung & Handeln im transnationalen Kontext“ & Koordinator der Master-Kooperationsprojekte „Interkulturelles Konflikt-Management - Soziale Aktion in globalen Kontexten“ & Internationales & Interdisziplinäres Zentrum für Angewandte Forschung & Bildung (https://www.laquearde.org/2017/02/27/arturo-ruiz-lopez-investigador-violador-uabjo/)
2 ASH Alice-Salomon-Hochschule Berlin, Homepage: https://www.ash-berlin.eu
3 UABJO Universidad Autónoma Benito Juárez de Oaxaca, Homepage: http://www.uabjo.mx
4 Projektseminar https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Akademische_Selbstverwaltung/Lehrbetriebskommission/Projektvorschläge_SoSe_16/ASH_Berlin_Forschen_und_Handeln_im_transnationalen_Kontext.pdf

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