Gegen Anwesenheitslisten

Veröffentlicht am Donnerstag, 24. April 2014 02:00
Geschrieben von AStA

180px-Flyer Anwesenheitslisten Dresden VorderseiteWie uns immer wieder zugetragen wird, versuchen einige Dozierende v. a. in den unteren Semestern Anwesenheitslisten durchzusetzen. Bitte weist sie darauf hin, dass ihr das nicht wollt und handelt ent- und geschlossen dagegen (nicht unterschreiben, verschwinden lassen, Phantasienamen erfinden etc).
Wendet euch notfalls auch an unser Hopo-Referat.

Sammlung einiger Informationen

Die Dozierenden sollen laut Prüfungsordnung die Teilnahmebestätigung nur nach regelmäßiger physischer Teilnahme ausstellen. Die Regelung ist laut Prüfungsausschuss den Dozierenden überlassen, soll aber mit den Studierenden abgestimmt werden und muss rechtlich sicher sein. D.h., eine Teilnahme ergibt sich nicht aus dem Bestehen unbenoteter Minitests, Minireferaten, Protokollen, Diskussionsbeiträgen, kurzen Seminargestaltungen oder anderen Studienleistungen, sondern nur aus der physischen Anwesenheit in den Lehrveranstaltungen. Im Jahr 2010 wurde die Anwesenheitskontrolle vom Akademischen Senat für ein Semester ausgesetzt. Bis heute wurden weitere Entscheidungen über konkrete Regelungen vertagt. Eine Anwesenheitsliste ist rechtlich nicht abgesichert. Eine weitere Verletzung eurer Rechte ist es, wenn einzelne Studierende zur Anwesenheitskontrolle aufgerufen werden und sich ausweisen müssen.

Falls es Probleme mit Teilnahmebescheinigungen gibt, müssen diese direkt dem Prüfungsausschuss gemeldet werden und dieser wird in diesen Fällen die Dozierenden um die Darlegung ihrer Teilnahmeregelung und um den Nachweis bitten, dass die konkrete Studentin oder der konkrete Student nicht ausreichend teilgenommen hat. Hier liegt die Beweispflicht bei den Dozierenden.

Falls ihr Probleme mit der Teilnahmeregelung habt, beschwert euch direkt beim Prüfungsausschuss und fordert so von den verantwortlichen Dozierenden Rechenschaft über ihre Teilnahmeregelung und Beweise über eure nicht-Teilnahme. Falls die nicht-Teilnahme nicht klar nachgewiesen werden kann (z. B. durch intransparente, geheime Listen oder andere Verfahren (s.o.)), muss euch die Teilnahme anerkannt werden.

Setzt euch für eure Rechte ein und diskutiert mit den Dozierenden. Verlangt eine rechtlich fundierte Begründung über ihre Teilnahmeregelung und lasst es euch im Zweifel schriftlich geben. Geht zum Prüfungsausschuss und reicht Beschwerden über die Verstöße gegen die Prüfungsordnung ein.

Die Infos sind aus verschiedenen Quellen zusammengesucht und stellen unseren aktuellen Wissensstand dar. Falls ihr Ergänzungen habt, schickt sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.