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„Die NSU-Monologe" gastieren an der Alice Salomon Hochschule Berlin

Wir möchten auf die kommende Veranstaltung am 10. Februar aufmerksam machen und Ankündigung & Pressemitteilung dazu verbreiten:

NSU Monologe Symbolbild

Berlin, den 10. Januar 2017 – Im Audimax der Alice Salomon Hochschule Berlin gastieren am 10. Februar 2017 „Die NSU-Monologe". Das dokumentarische Theater gewährt den Besucher/-innen sechs Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) im Jahr 2011 Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit. In Zeiten, in denen Rechtsextremismus erstarkt, setzt die ASH Berlin ein Zeichen und bezieht Position. Im Anschluss findet vor Ort eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt: „Der NSU-Prozess im 4. Jahr – Was hat der Prozess bisher bewirkt und was nicht?".

"Die Auseinandersetzung mit dem NSU bringt deutlich zu Tage, dass Deutschland ein Problem mit Rassismus hat. Insbesondere das Verhalten, besser das Nicht-Verhalten, der Sicherheitsbehörden offenbart einen tiefen institutionellen und strukturellen Rassismus.", so Prof. Dr. Esther Lehnert, die an der ASH Berlin zu Geschichte, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus lehrt. „Gleichzeitig hat das Wahlverhalten eines Teil der regionalen Bevölkerung (AfD 23 %) gezeigt, dass eine Auseinandersetzung mit Rassismus in Marzahn-Hellersdorf absolut notwendig ist."

 

Das Dokumentarische Theater „Die NSU-Monologe" feierte im November 2016 seine Premiere im Heimathafen in Berlin-Neukölln. „Die NSU-Monologe" erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU um die Wahrheit - von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat. Von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Titel: "Die NSU-Monologe" 
Buch und Regie: Michael Ruf
mit: Asad Schwarz-Msesilamba, Elisabeth Pleß, Selin Kavak, Hürdem Riethmüller, Atille Oener, Michael Edwards

An der Podiumsdiskussion „Der NSU-Prozess im 4. Jahr – Was hat der Prozess bisher bewirkt und was nicht?" nehmen teil: 
Petra Pau (Die Linke/MdB, Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundes), Dr. Zülfükar Cetin (TBB) und Anna Luczak (RAin/ Vertreterin der Nebenklage) 
Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Esther Lehnert (ASH Berlin).

Wir vermitteln gerne Interviews mit Prof. Dr. Esther Lehnert.

Programm am 10. Februar 2017
18.00 Uhr Soli-Essen (Die Spenden kommen der Stop Deportation Group zugute.) 
18.30 bis 20.00 Uhr „Die NSU-Monologe"
20.00 bis 20.15 Uhr Pause
20.15 Uhr Podiumsdiskussion „Der NSU-Prozess im 4. Jahr – Was hat der Prozess bisher bewirkt und was nicht?"
21.00 Uhr Veranstaltungsende