AStA - Öffentlichkeitsarbeit

Geschrieben von: asta 28. Oktober 2010

Hallo Liebe Leuts,

wir wissen ihr habt sie vermisst und darum gibt es sie endlich wieder: Die
INFOBOMBE! Ein gesammeltes Werk zu den neuesten Geschehnissen/ Kämpfen/
Unruhen/ Seminaren/ Späßen an der ASH und vielen mehr. Viel spaß beim
Lesen. Mit Freundlichen Grüßen, Euer Öffref (AStA).

1. Beschlüsse der VV vom 27.10.
2. Offene Brief an die Hochschulleitung
3. Offene Stellungnahme zu CHE- Ranking
4. Feedback zur Mensa
5. Seminarangebot Antiziganismus
6. Semesterparty


zu 1.) Beschlüsse der studentischen Vollversammlung vom 27.10.2010


Abschaffung der Anwesenheitskontrolle

Wir, die Student_innen der ASH, beschließen die Anwesenheitskontrolle und
– pflicht, in jeglicher Form, ab sofort, mit dem Verweis auf die Uni
Münster, abzuschaffen und dies in der Prüfungs- und Studienordnung
festzuhalten.

Nichtteilnahme am CHE-Ranking

Wir, die Student_innen der ASH, beschließen die generelle Nichtteilnahme
am CHE- Ranking und berufen uns auf die VV - Beschlüsse aus dem Jahr 2007
und fordern die Hochschulleitung auf, die Briefe nicht zu verschicken.
Sollte dies trotzdem geschehen, rufen wir dazu auf, diese Briefe
geschlossen beim Asta abzugeben, der diese vernichtet.


Aussetzung des „Noten-Online-Verfahren“

Wir, die Student_innen der ASH, beschließen das Noten-Online-Verfahren
solange auszusetzen, bis genügend Informationen vorhanden sind, um ein
Meinungsbildungsprozess einzuleiten. Wir verweisen dabei auf den
studentischen Hochschultag am 8.12.2010.

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zu. 2.)

Offener Brief des Studierendenparlaments (StuPa) und des Allgemeinen
Studierendausschusses (AStA) an die Hochschulleitung, 18.10.2010

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Theda Borde,

in der heutigen Sitzung des StuPa haben wir mehrere Vorgänge und
Entscheidungen der letzten Wochen, diskutiert, reflektiert und in
Kooperation mit dem AStA entschieden, diesen offenen Brief an Sie zu
formulieren.

Durch die jetzige Vorgehensweise der Hochschulleitung entsteht bei der
Studierendenschaft Unmut und der Eindruck, nicht hinreichend über
hochschulinterne Vorgänge informiert, sowie von tatsächlichen
Partizipationsmöglichkeiten ausgeschlossen zu werden.
Dem möchten wir als StuPa /AStA Gehör verschaffen.
Explizit kritisieren wir:

• die wiederholt geplante Teilnahme am CHE- Ranking, trotz
eindeutigem VV- Beschlusses von 2007 der eine Teilnahme am
CHE-RANKING ablehnt.

• die Wiedereinführung der Anwesenheitskontrolle (in Form von
unbenoteten Prüfungsleistungen in Absprache mit Dozent_innen),

• die Bestrebungen das studentisch initiierte „Gemeinsame Belegen“
abzuschaffen,

• die Unumgänglichkeit und Unausgereiftheit der beschlossenen
Elektronischen Prüfungsanmeldung,

• das informelle und formelle Verfahren mit Einkläger_innen, sowie

• die allgemeine Intransparenz im Bezug auf hochschulpolitische
Entscheidungen.

Weiterhin nehmen wir den kontinuierlichen Versuch wahr, Beschlüsse und
Forderungen, die seit Jahren in studentischen Vollversammlungen und in
studentisch besetzten Gremien formuliert werden, zu umgehen.

Wir möchten Sie deshalb mit Nachdruck an Ihr Versprechen erinnern, in
einen regen Austausch mit den Studierenden zu treten und sich für die
Belange der Studierendenschaft einzusetzen.
Dieses haben Sie im Rahmen der studentisch- organisierten Vorstellungs-
und Stimmungsbildrunde im Vorlauf der Rektoratswahl gegenüber der
Studierendenschaft abgegeben und damit für sich geworben.
Davon ist bis jetzt jedoch noch nichts zu vernehmen.
Im Gegenteil: Die Verschulung des Studiums schreitet weiter voran und
Möglichkeiten für ein selbst gestaltetes Studium werden immer geringer.
Dafür sind nicht zuletzt überfüllte Seminar sowie die Bestrebungen gegen
das „Gemeinsame Belegen“ verantwortlich. Wir verstehen zwar Ihre
Bemühungen die Mitarbeiter_innen der Verwaltung zu entlasten, nur kann das
nicht der richtige Weg sein.
Wir sehen Verwaltungsakte als Instrumentarium zur kontinuierlichen
Verbesserung und Gewährleistung der Studierbarkeit aller Studiengänge.
Diese sollten sich aus den Vorgängen und Notwendigkeiten der
Hochschulpolitik nachvollziehen lassen, revidier- und korrigierbar sein
und nicht als Übermacht empfunden werden dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

StuPa/AStA der ASH Berlin

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zu 3.)

OFFENE STELLUNGNAHME ZUM CHE RANKING

Wie auf der letzten AS-Sitzung vom 12.10. von den studentischen
Vertretungen angekündigt, nimmt der AStA mit diesem Schreiben Stellung zu
dem von ihnen angekündigten CHE-Rankingverfahren.Der Allgemeine
Studierenden Ausschuss der ASH spricht sich mit diesem Schreiben
ausdrücklich gegen eine Teilnahme am dem vom Centrum für
Hochschulentwicklung initiierten Ranking aus. Wir stützen unsere Kritik
maßgeblich auf folgende Bereiche.


KRITIK AM CENTRUM FÜR HOCHSCHULENTWICKLUNG (CHE)

Das CHE wurde 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der
Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gegründet. Diese Stiftung bezeichnet sich
selbst als unabhängig, nicht parteigebunden und gemeinnützig, besitzt aber
ca. 77% der Bertelsmann AG.
Wir und eine immer größer werdende Gruppe von Hochschulen und
Bildungspolitiker_innen zweifeln diese Unabhängigkeit jedoch an.

Das CHE ist seit seiner Gründung einer der größten bildungspolitischen
Akteure der BRD. Sie vertreten das so genannte Leitbild der „entfesselten
Hochschule“. Diese setzt sich in ihren Augen aus unterschiedlichen
Merkmalen zusammen: sie ist „autonom, wissenschaftlich, profiliert und
wettbewerbsfähig, wirtschaftlich, international und neuen Medien gegenüber
aufgeschlossen.“ (www.hochschule-karriere.de)
Was das bedeutet wird aus den Zielen und Forderungen des „Centrum für
Hochschulentwicklung“ deutlich.


ZIELE UND FORDERUNGEN DES CHE-RANKINGS

- Hochschuleingangsprüfungen
- Einführung von Studiengebühren
- Studienkredite
- Einsetzung von Hochschulräten/Beiräten/Kuratorien mit
Vertreter_innen der Wirtschaft
- hierarchische Universitätsstrukturen
- Hochschulranking

Das CHE war und ist maßgeblich an der neoliberalen Umstrukturierung der
Hochschullandschaft der BRD beteiligt, es steht auch für die Einführung
des Bachelor – Mastersystems. Die oben aufgeführten Punkte sind
bildungspolitische Werkzeuge mit denen das CHE an der Verschlankung und
Anpassung des Studiums an Wirtschaftsinteressen arbeitet.

Das CHE-Ranking Verfahren

Wir beginnen mit einem an der ASH in einer Diskussion mit der
Hochschulleitung geäußerten Zitat zum CHE-Ranking Ja-oder-Nein (die
Studierenden sprachen sich gegen ein Ranking aus)

„Nicht jede Tabelle mit Zahlen ist das Ergebnis gewissenhafter
wissenschaftlicher Arbeit“
Vordergründig soll das CHE-Ranking ein Entscheidungshilfe für Studierende
bieten, die sich auf der Suche nach einer für sie passenden Hochschule
befinden.
Immer mehr Hochschulen schließen sich jedoch der Kritik am CHE-Ranking an.
Demnach ist das Ranking nicht methodologisch Korrekt und ebenfalls nicht
wissenschaftlich, da Wissenschaft nach unserem Verständnis transparent und
frei von wirtschaftlichen Interessen sein sollte.
Methodologisch ist das Ranking deshalb nicht korrekt, da ein komplexes
Gebilde wie z.B. die Qualität einer Hochschule mit solch geringen und
ungenauen Parametern wie das CHE sie erhebt nicht darstellbar ist.
Beispielsweise reicht dem CHE eine Rücklaufquote von 15 Teilnehmer_innen,
egal wie viele Studierende in einem Fachbereich immatrikuliert sind.
Das CHE Ranking stellt sich als ein Instrument dar, welches maßgeblich der
Wertung und Einstufung von Hochschulen gegeneinander nach rein
wirtschaftlichen Interessen dient. Vor allem soll hiermit auf die
inhaltliche Ausrichtung von Hoschulen gewirkt werden, sprich Einrichtung
von Hochschule auf deren wirtschaftliche Verwertbarkeit und vor allem
Nutzen zu trimmen.
Wirtschaftschaftliche Interessen haben unserer Ansicht nach im
Bildungsbereich nichts verloren, da Wissenschaft frei von von ökonomischer
Verwertungslogik sein muss, wenn sie ihren Auftrag zur Entwicklung der
Gesellschaft wahrnehmen will.


RESPEKTIERUNG DER STUDENTISCHEN VV-BESCHLÜSSE

Als weiteren Punkt möchten wir anführen, dass der AStA daraufhin weist,
sich an bestehende studentische VV-Beschlüssen zu halten. Im Jahr 2007
sprachen sich 98% der Studierendenschaft der Alice Salomon Hochschule
gegen eine Teilnahme am CHE-Ranking aus. Dieser Beschluss beinhaltete
Ausdrücklich einen Ausstieg der ASH aus dem Ranking auch für zukünftige
Erhebungen des CHE.

Der AStA begrüßt ausdrücklich eine neue VV, die das Votum der
Studierendenschaft erneut einholt.

Bis zum erneuten Beschluss erwarten wir von der Hochschulleitung sich nach
dem alten Beschluss zu richten. Wir betrachten Beschlüsse einer
studentischen Vollversammlung als bindend, da wir die Studierenden als
Souverän der Hochschule sehen.


Mit freundlichen Grüßen



AStA der ASH Berlin


Literatur Tip:

Jens Werkine, Thorsten Bultmann (HG.), Netzwerk der Macht - Bertelsmann.
Der medial-politische Komplex aus Gütersloh, Marburg 2007

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zu 4.)

Feedback zur Mensa

Wie ihr gemerkt habt, gab es auch bezüglich der Mensa ein paar Änderungen,
wie zum Beispiel die eingeführte Mittagspause. Diese Veränderungen können
Vor- und Nachteile mit sich bringen. Bisher wurde an den AStA noch mehr
Kritik herangetragen als in den letzten Semester. Darum möchten wir euch
bitten uns eure Probleme mit der Mensa mitzuteilen, sei es bzgl. des
Preises, der Sitzgelegenheiten, Auslastung etc., um mit fundierten Wissen
in Kontakt mit den Verantwortlichen treten können. Schreibt eure konkreten
Kritiken bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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zu 5.)

Seminarangebot Antiziganismus


Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

die Jugendbildungsstätte `Kaubstraße´ bietet vom 22.- 24. November ein
3-tägiges Seminar/ Weiterbildung zum Thema „Antiziganismus“ an, zu dem
Ihr hiermit herzlich eingeladen seid.

Der Begriff des „Antiziganismus“ bezeichnet eine feindliche Haltung
gegenüber „Zigeunern“, die von inneren Vorbehalten, über offene Ablehnung,
Ausgrenzung und Vertreibung bis zur Tötung und massenhafter Vernichtung
reicht. Diese Haltung zeigt sich ebenso in der Diskriminierung und
Dämonisierung der Minderheit, wie auch in der Verklärung des „lustigen
Zigeunerlebens“. Wobei „Zigeuner“ die stigmatisierende Fremdbezeichnung
der Mehrheitsbevölkerung für diese Minderheit ist.

Die davon betroffenen Sinti und Roma leben in fast allen Ländern der Erde.
Sinti und Roma sind eine der größten ethnischen Minderheiten der Welt ohne
eigenen Nationalstaat. Es kann von einer Gesamtzahl von weltweit 12
Millionen Sinti und Roma ausgegangen werden, wobei die meisten von ihnen,
ca. 8 Millionen, in Europa leben. Seit 600 Jahren prägen sie das Bild
dieses Kontinents mit, sind Teil europäischer Kultur und europäischer
Kulturgeschichte.

Viele Sinti und Roma berichten über die alltäglichen Beschimpfungen,
Demütigungen bis hin zu Bedrohungen und Angriffen, sei es in der Schule,
auf Ämtern, in Flüchtlingswohnheimen, auf der Straße oder in der
Nachbarschaft. Eine 1992 durchgeführte Umfrage des Allensbacher Instituts
für Meinungsforschung zeigte, dass 64 Prozent der Deutschen eine negative
Meinung über Roma hatten – ein höherer Prozentsatz als über jede andere
ethnische oder religiöse Gruppe und laut einer Umfrage des Bielefelder
Emnid-Instituts von 1994 wollten 68 Prozent der Deutschen „Zigeuner“ nicht
als ihre Nachbarn haben.

Unterschiedliche Berichte und Studien belegen, dass ein großer Teil der
Sinti und Roma-Bevölkerungen in ganz Europa systematisch geringen Zugang
zu relevanten Bereichen der Lebensführung erhält und ihnen der damit
verknüpfte Erwerb sozialer Statuspositionen nicht ermöglicht wird. Viele
Individuen, Familien und Gruppen sind in Exklusionsprozesse geraten, die
sie selbst nicht mehr aufhalten können.

Antiziganistische Bilder vom „Zigeuner“ sind tief in das kulturelle
Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft eingeschrieben. Diesen kann nur mit
hartnäckiger Aufklärungsarbeit entgegengearbeitet werden.

In dem angebotenen Seminar habt Ihr die Gelegenheit Euch inhaltlich und
methodisch mit dem heutigen und dem historischen Antiziganismus
auseinanderzusetzen. Die Kosten dafür betragen pro Person und Tag 8,- €.
In diesen Kosten enthalten sind Eure Verpflegung (Frühstück, Mittagessen
und Abendessen) und das Seminar (täglich 2mal 3 Stunden).

Bei Interesse meldet Euch bitte bis zum 30. Oktober an.

Kontakt:

Alte Feuerwache e.V.
Jugendbildungsstätte Kaubstraße
Kaubstraße 9-10
10713 Berlin-Wilmersdorf

Bildungsbereich (Roland Wylezol, Susanne Blome, Kerem Atasever)
Tel: 030 861 93 59
Fax: 030 861 62 49
email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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zu 6.)

Semesterparty

Es wird wieder gefeiert!

Bevor wieder alle im Prüfungsstress versinken gibts ziemlich zu Beginn des
Semesters erstmal ne nette Party. Gefeiert wird zusammen mit der KHSB und
der EHB.

Das ganze findet am 29.10. im Cassiopeia (Revaler Str. 99 -F-Hain) statt.

Kommt vorbei und feiert mit uns!

Bis dahin, euer AStA